Hauptarten der Bindungen in Weberei und Flechterei
Gewebe
Verkreuzung von Kett- und Schussfäden bezeichnet man bei einem Gewebe als Bindung.
Mittels der folgenden 3 Grundbindungen lassen sich eine Vielzahl an Variationen, Ableitungen und Kombinationen für die unterschiedlichsten Verwendungszwecke weben.
Leinwandbindung
Bei der Leinwandbindung handelt es sich und die einfachste sowie festeste gewebe Bindung, bei der Kettfaden abwechselnd über bzw. unter dem Schussfaden liegt. Beide Gewebe Seiten haben ein gleiches Warenbild.
Körperbindung
Köperbindungen sind am diagonal verlaufenden Grat zu erkennen, der entweder in Z-Richtung (von links unten nach rechts oben) oder in S-Richtung (von links oben nach rechts unten) verläuft. Die Bindungspunkte im Grat berühren sich. Köperbindungen unterteilen sich nach Steigung und Art der Grate, sowie der Verteilung von Kette und Schuss auf der Warenoberseite.
Atlasbindung
Die Atlasbindung hat einen Rapport von mindestens 5 Kett- und Schussfäden. Durch die verstreute Aufteilung der Bindungspunkte, ohne diagonale Verbindung, entsteht ein sehr glattes und glänzendes Gewebe.
Geflecht
Flachgeflecht
Abbildung 1: Flachgeflecht / © TexMind UG
In der Flechterei wird zwischen Flach- und Rundgeflecht differenziert. Abbildung 1 veranschaulicht den Fadenverlauf eines Flachgeflechtes. Als Grundarten in der Rundflechterei gelten 1-flechtige-, 2-flechtige- und 3-flechtige Bindungen.
1-flechtige, 1-fädige Bindung
Abbildung 3: 1-flechtige, 1-fädige Bindung / © TexMind UG
Bei 1-flechtigen Bindungen verläuft die Verkreuzung diagonal über einen Faden und anschließend unter einen Faden. Die Grafik demonstriert eine 1-flechtige, 1-fädige Bindung.
1-flechtige, 2-fädige Bindung
Abbildung 5: 1-flechtige, 2-fädige Bindung / © TexMind UG
Eine 1-flechtige Bindung kann, wie in der Abbildung zu sehen ist, 2-fädig sein. Man spricht dann von einer 1-flechtig, 2-fädigen Bindung.
2-flechtige, 1-fädige Bindung
Abbildung 7: 2-flechtige, 1-fädige Bindung / © TexMind UG
Bei einer 2-flechtigen und 3-flechtigen Bindung wird der Faden diagonal über 2 Fäden und anschließend unter 2 Fäden bzw. 3 Fäden gelegt. Abbildung 7 zeigt eine 2-flechtige, 1-fädige Bindung.